10 X G HOCH 2
GEBURTSTAGSGRÜSSE ZUM TACHELES-JUBILÄUM
 
 
 T.de.T., 13.2.00, 17:55-18:05h "TACHELES-KUNSTRUIN(E) BEI NACHT & NEBEL"
- Kugelschreiber-Krickelei auf DinA4-Papier  (Negativ-Ausschnitt) -
 
 
 
 
Tom de Toys, 13.2.2000, Berlin
(10-jähriges Tacheles-Jubiläum)
 
K.U.N.S.T.R.U.I.N.(E.)2
 
Kinder des
Untergrunds mit
Natürlicher
Sehnsucht nach
Traumhaften
Reizen
Ungläubig
Intensiver
Neutralität für
Empfindsame
Erfolge
 
 
 
Tom de Toys, 24.1.2000, Tacheles-Rede, Teil 3
 
GLASHAUSSTEINZEIT
(DAS LETZTE EI:  DIE QUADRATUR DER KUNST)
 
Geschmack ist Geschmacksache, Kunst ist Kunstsache, Menschsein ist
Menschensache und Vertrauen bleibt Vertrauenssache. Aber: wer wirklich
"gem-ein-same" Sachen machen will, sollte Einsamkeit & Gemeinheit verhindern
statt erzeugen - ansonsten wird die Sache krank. Die Kunstgrippe wütet !!!
Willkommen im Krankenhaus Tacheles... Abschied  vom Virus dient der
Gesundung. Wir leben nicht mehr das Moderne. Und erst recht keine Avantgarde.
Wir passen besser aufeinander auf. Und lassen der Kunst keinen freien Lauf.
Und aufgepaßt: das alte Gebäude kann nichts dafür. Ich habe nichts dagegen.
Ganz im Gegenteil: ich liebe es. So schwer und mächtig und so tief und ruhig
steht es tagein tagaus im Weg herum. Es wird darum herum gebaut und ist sogar
des Nachts sehr laut. Im Innern leuchtet manches Licht, doch welcher Künstler
hat Gewicht ? DAS BODENSTÄNDIG SCHWERELOSE ist ein Traum, berichtet wird
darüber bloß mit Schaum. Besucher kommen von überall, aus jeder Generation
und jeder Schicht. Der eine sucht Pathos, der andere Prunk, ein dritter mags
schlicht oder macht einfach Stunk. Jedem hat dieses Haus etwas anzubieten,
ganz unterschiedlich sind Rytmen und Riten. Auch Reime finden sich hier als
Kunstdisziplin, verfolgt von Verfolgten als sinnloser Spleen. Ich kann mir
darauf keinen Reim mehr machen und suche nun draußen nach meinem Lachen.
Denn wie gesagt: "...was hier passiert / hat system und methode / das menschliche
hirn ist / nur halb benutzt und / marode..." (DNÄ-Zitat aus: "INJEKTION", 1999).
Das Lachen friert ein nicht wegen der kalten Wände, im Kleinkohlhaus
schütteln sich Rentner die (Macht in eigene) Hände. Ich liebe das Meer und
die weißen Strände - wenn ich nur Sonne in Berlins Neuer Mitte fände... doch
sprachlos häufen sich neben den Glasscherben Steine. Und zähneknirschend als
Sand einer angeblichen Szene: Alleine ! Mein Glas ist bald leer und die Steine
zu schwer. Geduld oder Schuld ? Genug Tumult !!!!!! "...ach lang ists her..."
(T.T.-Zitat aus: "INFLATION", 1993). Wo sind Federn & Teer ???
Wie der Himmel die Hölle, aber wer, aber wer
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