NEUROPOELITISCHER
KONTAKTISMUS
(„DIREKTE
DICHTUNG“ ALS RADIKAL-ENGAGIERTE OFF-LYRIK)
1. PERSON: mystische
Ebene (non-verbal)
2. VISION:
kosmische Ebene (meta-verbal)
3. INHALT:
subjektive Ebene (auto-verbal)
4. FORM: soziale
Ebene (inter-verbal)
5. TEXT: kritische
Ebene (supra-verbal)
6. TAT: kommunikative
Ebene (trans-verbal)
7. (=1.) PERSON:
energetische Pause (Verbalvakuum)
In diesem Schema ergibt das Verhältnis zwischen Person & Vision (1+2) die ganzheitliche Intensität (als Interdependenz) und das zwischen Tat & Person (6+1) die gelegentliche Identität (als Interaktion). Die sogenannte DIREKTE DICHTUNG definiert sich aus der Verknüpfung von Meta- & Supra-Verbalität (2+5) über den Schritt vom Inhalt zur Form (3-4). Die Buchstaben des Begriffs stehen dementsprechend programmatisch für den Charakter des Ansatzes:
Dadurch erhalten auch die Begriffe des Schemas eine Kürzelfunktion: die P.E.R.S.O.N. erscheint als „Permanent-erweiterte radikal-spirituell-orgiastische Neuronalität“, die T.A.T. wird zur „Temporär-arationalen Totalität“ (im Sinne von Jean Gebser`s Betrachtung der Gegenwart als ganzheitliche Leistung), ein T.EX.T. beschreibt beispielhaft die „Theoretisch-existentielle Transrealistik“ und die gewählte/gefundene F.O.R.M. dient als „Freies ontologisch-radiales Muster“. Ähnlich erkannte das Aldous Huxley, wenn er sagt:
„Wir können nie ohne Sprache und die anderen Symbolsysteme auskommen, denn gerade mit ihrer Hilfe, und nur mit ihrer Hilfe, haben wir uns über die Tiere auf die Stufe menschlicher Wesen erhoben. Aber wir können ebenso die Opfer wie die Nutznießer dieser Systeme werden. Wir müssen lernen, Worte wirksam zu gebrauchen – dabei aber müssen wir unsere Fähigkeit bewahren und womöglich verstärken, die Welt unmittelbar und nicht durch das nur halb durchsichtige Medium von Begriffen anzuschauen, das jede gegebene Tatsache zu einer nur allzu vertrauten Ähnlichkeit mit irgendeinem klassifizierenden Etikett oder einer erklärenden Abstraktion verzerrt.“
Literaturhistorisch läßt sich dieser neue, bereits ahnbare, zivilisatorische Zustand als Sensibilität & Situationismus (des mystischen 23.Jahrhunderts) vorwegnehmen und damit als Überwindung der psychistischen Entwicklung von Kunstströmungen ausgehend vom Symbolismus (magisches 18./19.Jhd.), über den Surrealismus (mythisches 19./20.Jhd.), weiter über die Subjektivität & Sachlichkeit (mentales 20./21.Jhd.) hin zur Sinnlichkeit (integrales 21./22.Jhd.), die zumindest schonmal mehr als bloß vereinzelte Vorreiter aus dem beschränkten Geist-Körper-Dualismus befreit, sobald das vermeintliche „Ich“ (als seinssuchendes) in seinen „Leib“ (als selbstsorgenden) heimkehrt. Dabei ist nebenbei ein Schwerpunktthema von Tom de Toys angeschnitten, mit allen daraus folgenden Schönheiten & Schwierigkeiten für ein praktisches (ÜBER-)Leben auf diesem seltsamen Planeten...