Grußwort des 2. Ex-Vorsitzenden von Gnaden Tom de Toys
anläßlich der Eröffnung der „SoToDo“ e.V.-Homepage 1999
( siehe in Kürze unter:  www.sotodo.de )
 
WARUM KEIN FESTIVAL ?  WARUM EIN KONGRESS ?
(WHY NO FESTIVAL BUT A CONGRESS...)
 
Weil wir uns nicht primär als „Künstler“ verstehen sondern als FORSCHER, die ihre Ergebnisse / Erkenntnisse über visuelle & performative Kunsttechniken direkt-sinnlich transportieren. Zusätzlich diskutieren wir unsere Themen / Theorien nicht nur auf dem Podium sondern wann immer sich die Situation eignet. Denn unsere Kunst erzeugt + erweitert sich durch BEGEGNUNGEN, die kraft unserer Anwesenheit als  gelebte Gegenwart  zielfrei ernstgenommen werden.
 
Dadurch gewinnt der Kongreß einen sehr lebendigen Charakter, der von außen beobachtet oft chaotisch, manchmal ekstatisch wirkt – unabhängig davon, wieviel grobstofflich greifbare Information vorhanden scheint: die INTENSITÄT der in Kontakt befindlichen Teilnehmer  beeinflußt den atmosphärischen Ablauf des Kongresses derart, daß sich Planung & Spontaneität zu einem holistischen Zündstoff kombinieren.
 
So mancher Künstler spürt dann im Nachhinein die undogmatischen Dimensionen der ekstatischen Implosion intuitiver interneuronaler Schallkreise. Und schöpft aus diesen lautlosen Wellen neue Kraft, um sich ein weiteres Jahr tagtäglich auf den kommenden Kongreß einzustimmen. Ein fröhlicher Kongreß mit Festivalcharakter, um der
 
visuell verseuchten & performativ pervertierten Gesellschaft
 
für einen gewissen Zeitraum nicht ausgeliefert zu sein sondern die Gewißheit zurückzugewinnen, daß DAS MENSCHLICHE am Menschen noch eine ungewöhnliche Chance hat, die Zukunft der globalen Vernetzung „real-kommunikativ“ mitzugestalten.
 
Dafür bedarf es so manch sonderbarer wie wunderbarer Gestalten, mit denen das Publikum nicht unbedingt in der Supermarktschlange in Berührung kommt. Wer allerdings das  Gespräch nicht scheut, lernt vielleicht neu sprechen und erfindet seine eigene Rechtschreibreform als situationistisch selektierte Echtschreiform.
 
Und schon beginnt das Bewußtsein sein bewußtes Sein zu lieben. Das Publikum bleibt nicht länger Publikum. Und die sogenannte L.I.E.B.E. (Lust integral-erweiterter Bewußtseinseuphorie) pflanzt sich gerne fort und verästelt sich immer weiter...
 
 
 
 
LEIDENSCHAFT...  (Tom de Toys)
 
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